Kartoffelsprechtag: Weniger Kartoffeln, mehr Pommes

Die Deutschen essen weniger Kartoffeln. „Der Frischverzehr hat mit 19 Kilogramm pro Kopf den geringsten Wert aller Zeiten erreicht“, sagte Saatzucht-Vorstand Axel Lohse am Dienstag beim Kartoffel-Sprechtag der Genossenschaft und der Landwirtschaftskammer-Bezirksstelle Bremervörde. Der Rückgang ist vor allem auf die geringe Verwendung an Kartoffeln zur Aufbereitung als Frischware für den Lebensmitteleinzelhandel zurückzuführen, nach 24,5 Kilogramm je Kopf und Jahr im Wirtschaftsjahr 2014/15 waren es bei der jüngsten Einschätzung nur noch 19,1 Kilogramm. Dagegen gewannen Kartoffeln in Form von vielfältigen Produkten geringfügig hinzu und erreichten etwa 34 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Weiteren Berechnungen zufolge stieg der Verbrauch von Tiefkühlprodukten, also vor allem von Pommes frites und Chips. „Das Verhältnis von Frischprodukten zu den Fertigprodukten hat inzwischen ein Verhältnis von eins zu zwei erreicht“, sagte Lohse im Vortrag über den Kartoffelmarkt. (Tageblatt)