GVO-Kartoffeln wecken im ersten Jahr Hoffnung

Guter Einstand: In den letztjährigen Anbauversuchen von Agroscope zeigte die GVO-Linie H43-4k mit zwei Wildkartoffelgenen vollständige Krautfäuleresistenz (Bonitierung 1 bis 9). (Bild Susanne Brunner/Agroscope)Die gentechfreie Produktion gehört zu den Eckpfeilern von Schweizer Lebensmitteln. Die Forschung ist aber zugelassen und Agroscope ist hier unter anderem mit Kartoffeln aktiv. 2016 liefen am Standort Reckenholz erstmals im grösseren Rahmen Freilandversuche mit sogenannt cisgenen Kartoffeln, wie der zuständige Michael Winzeler anlässlich der VSKP-Mitgliederversammlung erläuterte. 
Das cisgene Kartoffel-Pflanzgut für die Versuche stammt von der holländischen Agraruniversität Wageningen. Cisgen ist es, weil nicht artfremde Gene sondern solche aus Wildkartoffeln ins Erbgut eingeschleust wurden. Beim stark umstrittenen BT-Mais und der ebenso heftig kritisierten Roundup-resistenten Soja hingegen hat man mit transgenen Methoden Bakteriengene in die Pflanze übertragen. 
Der Vorteil der Gentechnologie ist gemäss Winzeler der Zeitgewinn. Mehr