Schwieriges Jahr für Niedersachsens Kartoffelbauern

Niedersachsens Kartoffelbauern erleben ein Jahr des Bangens und Hoffens. Schon die Frühkartoffelsaison war von einigem Auf und Ab begleitet, ähnliches zeichnet sich auch für die Spätsorten ab. Der Regen kam nach Umfragen des Landvolk Pressedienstes für das Mengenwachstum der Knollen frühzeitig, aber in vielen Regionen auch deutlich zu heftig und ausgiebig. Die warme Witterung begünstigte daneben die Ausbreitung der bei Kartoffelbauern gefürchteten Phytophtora-Fäule. Jetzt könnte Sonnenschein mit guten Aussichten für das Erntewetter die angespannten Nerven beruhigen. Mit einer Anbaufläche von 111.700 ha ist Niedersachsen wichtigstes Kartoffelanbauland Deutschlands. Mehr

Österreich: Kritik an Umweltgift zurückgewiesen

Beim Kartoffelanbau in Vorarlberg sei der Einsatz von Umweltgiften üblich, kritisiert der Grüne Landtagsabgeordnete Daniel Zadra. Dieser Vorwurf wird von Seiten der „Ländle Qualitätsprodukte“ zurückgewiesen. In Vorarlberg sei es vor allem beim Kartoffelanbau üblich und legal, die Pflanzen mit Umweltgiften abzutöten, um die Reifung der Kartoffeln zu beschleunigen und die Ernte zu erleichtern – so lautet der Vorwurf von Zadra. Dabei würden die Umweltgifte Diquat, Glyphosat oder Glufosinat zum Einsatz kommen. Die Folgen sehe man man „vollkommen abgestorbenen und totgespritzten Kartoffeläcker“. Die Gifte würden unkontrollierbar im Grundwasser und in den Nahrungsmitteln landen, so der Landwirtschaftssprecher der Vorarlberger Grünen. Er schlägt vor, die Richtlinien des „Ländle-Gütesiegels“ zu erweitern. Nicht nur Regionalität solle ein Kriterium sein, sondern auch herausragende Qualität. Glyphosat müsse füe alle Ländle-Produkte ein No-Go sein, schreibt Zadra in einer Aussendung. Mehr

Ein schwieriges Jahr für Kartoffelbauern

Kartoffelernte 2017Niedersachsens Kartoffelbauern erleben ein Jahr des Bangens und Hoffens. Schon die Frühkartoffelsaison war von einigem Auf und Ab begleitet, ähnliches zeichnet sich auch für die Spätsorten ab. Der Regen kam nach Umfragen des Landvolk Pressedienstes für das Mengenwachstum der Knollen frühzeitig, aber in vielen Regionen auch deutlich zu heftig und ausgiebig. Die warme Witterung begünstigte daneben die Ausbreitung der bei Kartoffelbauern gefürchteten Phytophtora-Fäule. Jetzt könnte Sonnenschein mit guten Aussichten für das Erntewetter die angespannten Nerven beruhigen. Mit einer Anbaufläche von 111.700 ha ist Niedersachsen wichtigstes Kartoffelanbauland Deutschlands. Mehr

Schweiz: Gute Kartoffel-Ernte erwartet

Die Branchenorganisation Swisspatat spricht von einer durchschnittlichen bis guten Ernte – trotz Hitzeperioden, welche die Kartoffeln unter Stress gesetzt haben. (Bild lid)Nach einem schwachen 2016 rechnet die Kartoffel-Branche heuer mit einer durchschnittlichen bis guten Ernte. 458’919 Tonnen erwartet die Kartoffel-Branche in diesem Jahr. Gegenüber dem schwachen Vorjahr entspricht das einem Plus von 23 Prozent. Die Branchenorganisation Swisspatat spricht von einer durchschnittlichen bis guten Ernte – trotz Hitzeperioden, welche die Kartoffeln unter Stress gesetzt haben. Im Mittelland und in der Westschweiz regnete es etwas regelmässiger und ergiebiger, was das Wachstum förderte, im Nordosten der Schweiz stresste eine lange Trockenphase die Entwicklung der Kulturen zusätzlich, heisst es in einer Mitteilung. Mehr

Speisefrühkartoffeln: Handel verlief in ruhigen Bahnen

Der Handel mit den einheimischen Speisefrühkartoffeln verlief in ruhigen Bahnen. Die unaufgeregte Nachfrage bewirkte eine zu langsame, wenn auch in der Regel kontinuierliche Räumung. Angesichts der bundesweiten Ferien konnte man mit den Umsätzen noch einigermaßen zufrieden sein. Verschiedentlich war die Bereitstellung perfekt auf den entschleunigten Vertrieb abgestimmt worden. In diesem Fall vermochten die Händler ihre bisherigen Forderungen beizubehalten. Mehrheitlich hatte sich das Interesse aber etwas  stärker reduziert. Daher musste die Preise überwiegend leicht zurückgenommen werden. Insbesondere die unteren, weniger die oberen Spannengrenzen senkten sich ab. Mehr: BLE Marktbericht KW31/17

TG Lotatoes: Innovative kalorienarme Kartoffel auf dem neuseeländischen Markt

T&G Lotatoes™ Foto © T&G LotDie ersten kalorienarmen Kartoffeln von T&G, genannt Lotatoes™, sind vollaromatisch und geben ein kremiges, köstliches Mundgefühl. Die Lotatoes™ haben 40% weniger Kohlenhydrate und weniger Kalorien als andere gewöhnlich verfügbare Kartoffelsorten (Rua und Agria). „Lotatoes befanden sich lange Zeit in der Vermarktung und sind perfekt für die Verbraucher, die nach gesünderen Optionen suchen“, sagte Michelle Singh, Marketingleiterin Neuseeland bei T&G. Die nachhaltig angebaute und natürlich auf hügeligen Farmen in Pukekohe und Ohakune gezüchtete Innovation ist eine Inspiration aus der Natur. Genau wie die Äpfel, Kiwis und andere Erzeugnisse, die das Unternehmen anbaut, wurden Lotatoes™ unter Nutzung verschiedener Kartoffelsorten gezüchtet, wobei Neuseelands erste kalorienarme Kartoffel entstand, hieß es in dem Fresh Magazine von T&G von Juni 2017. „Verbrauchertrends haben Kartoffeln bei vielen Menschen unbeliebt gemacht, wobei sie oft durch Kumara ersetzt oder einfach ganz vergessen werden. Aber Lotatoes werden die Knollen wieder auf die Einkaufslisten bringen“, sagte Michelle. Fruchtportal.de

Frühkartoffeln: Preis stach Regionalität

Bildquelle: Shutterstock.com KartoffelnNach einem schwierigen Start ist die Frühkartoffelsaison nun auf dem Höhepunkt. Zunächst hatten die Anbauer nach Mitteilung des Landvolk Pressedienstes mit witterungsbedingten Problemen wie dem viel zu kalten Frühjahr zu kämpfen, dann gab es große Anlaufschwierigkeiten bei der Vermarktung. Die kühle Witterung verzögerte den Erntestart. Da sich zugleich die Ernte im Mittelmeerraum verzögerte, trafen deutsche Partien mit Lieferungen aus Spanien und auch den östlichen Mittelmeerstaaten zusammen. Mehr

Phosphormangel in Kartoffeln

Nährstoffanalysen von Kartoffeln weisen derzeit oft Mangel an Phosphor aus. Vielfach erreichen nur Bestände mit Unterfußdüngung ausreichend hohe Werte von 0,3 bis 0,6 % P in der TS. Die Werte verwundern nicht weiter, da die Kartoffel ein schlechtes Aneignungsvermögen für Phosphor besitzt. Zudem limitierte die anfangs (nass-) kalte Witterung die Phosphoraufnahme. Später blockierte Trockenheit die P-Aufnahme. Haben die Böden darüber hinaus noch eine ungünstige Bodenstruktur, wird die Phosphoraufnahme durch schwache Wurzelbildung und geringe Wachstumsintensität stark herabgesetzt. Mehr

Älteste Kartoffeln Nordamerikas entdeckt

Klein, aber oho: Schon vor knapp 11.000 Jahren kochten und verzehrten Menschen in Nordamerika solche Knollen der Wildkartoffel Solanum jamesii.Nahrhafte Knollen: Schon vor knapp 11.000 Jahren aßen die Menschen Nordamerikas bereits regelmäßig Kartoffeln. Das belegen Körnchen von Kartoffelstärke an in Utah gefundenen Steinwerkzeugen. Die Stärke stammt von der Wildkartoffel Solanum jamesii, einer über Jahrtausende von Indianern des US-Südwestens genutzten Kartoffelart. Damit reicht die Geschichte der Kartoffel als Grundnahrungsmittel in Nordamerika weiter zurück als bisher angenommen. Die Kartoffel (Solanum tuberosum) ist schon seit Tausenden von Jahren ein wichtiges Grundnahrungsmittel der Menschheit. Zu uns nach Europa kam sie zwar wie viele andere Nutzpflanzen erst durch die Eroberung der Neuen Welt. Doch wie sich jetzt zeigt, könnten die Indianer Nordamerikas schon deutlich früher eine wilde Verwandte der heutigen Kartoffeln genutzt und vielleicht sogar angebaut haben. Mehr

LALLF qualifiziert Kartoffelselekteure im ‘Virusschaugarten’ – Kartoffelviren vom Acker bekommen!

„Das Alleinstellungsmerkmal unserer derzeitigen „Selektionstage“ in Gülzow, einer Qualifizierung von Kartoffelselekteuren, liegt darin, dass wir alle wichtigen viralen Erkrankungen auf Versuchsflächen an der gewachsenen Kartoffelpflanze zeigen“, sagt Joachim Vietinghoff, Leiter des Pflanzenschutzdienstes im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock. „Die Selekteure können daran lernen, was sie vom Pflanzkartoffelfeld entfernen müssen, um das Wachstum gesunder und sortenreiner Bestände zu unterstützen“, ergänzt er. In einem Theorie- und einem Praxisteil lernen in diesen Tagen knapp 150 engagierte Frauen und Männer, überwiegend aus Mecklenburg-Vorpommern und weiteren vier Bundesländern, die „Bilder“ der Krankheiten (Symptome) und Ausprägungen viraler Erkrankungen der Kartoffeln kennen. Dazu wird im LALLF jährlich extra ein halber Hektar Pflanzkartoffeln in verschiedenen Parzellen und in einem „Virusschaugarten“ angebaut, um Beispiele der Blattroll-, Y-, A-, M-, X- und S-Viren zeigen zu können. Mehr

BLE Marktbericht: Präsenz inländischer Frühkartoffeln weitete sich massiv aus

Die Präsenz inländischer Frühkartoffeln weitete sich massiv aus. Da die Nachfrage nicht mit der ausgedehnten Verfügbarkeit Schritt halten konnte, waren die Verkäufer gezwungen, ihre Forderungen zu reduzieren. Dies betraf indes nicht nur die einheimischen Chargen, sondern auch die italienischen und zyprischen. Speziell die Partien aus dem Süden Europas vergünstigten sich angesichts der erstarkten deutschen Konkurrenz punktuell sehr kräftig. Immerhin belebten die gewährten Verbilligungen das anschließende Verkaufsgeschehen. Lagerkartoffeln büßten an Wichtigkeit ein; die angebotenen Mengen verringerten sich zusehends. Dies wirkte sich in der Regel jedoch nicht auf die Kurse auf, die häufig auf dem Niveau der Vorwoche verharrten. Allein in Frankfurt stiegen sie für einheimische Annabelle sogar ein wenig an. Lesen Sie hier den vollständigen Marktbericht.

BLE Marktbericht: Heimische Speisefrühkartoffeln gewannen an Bedeutung

Deutsche Speisefrühkartoffeln gewannen allmählich an Bedeutung. Neben Erzeugnissen aus der Pfalz gelangten inzwischen auch niedersächsische Produkte in den Handel. Teils griffen die Kunden bei den inländischen Annabelle, Berber und Leyla gerne zu, teils zögerten sie wegen der hohen Preise, einer uneinheitlichen Sortierung oder zu junger Schale. Die Bewertungen neigten verschiedentlich zur Schwäche. Die Importe aus Italien oder Zypern litten unter der erstarkenden Konkurrenz aus Deutschland. Sie verloren sukzessive an Beachtung. Um den Verkauf nicht unnötig ins Stocken geraten zu lassen, gewährten die Vermarkten immer wieder leichte Vergünstigungen. Das Sortenspektrum hatte sich in diesem Sektor nicht verändert. Die Wichtigkeit alterntiger Lagerkartoffeln ging zurück. In der Regel korrelierten Angebot und Nachfrage genügend miteinander. Lesen Sie hier den vollständigen BLE Marktbericht.

Neuer Laserscanner filtert giftige Pommes Frites

Inmitten wachsender Sorge über die Entdeckung von krebsverursachenden Chemikalien in Chips und Pommes Frites hat ein junger Wissenschaftler ein neues Lasersystem entwickelt, das geschälte Kartoffeln in der Fabrik scannt, um toxische Zusammensetzungen zu entdecken und zu verhindern, dass sie den Verbraucher erreichen. Anfang dieses Jahres hat Food Standards Agency (FSA) Warnungen über das Essen überbratener Kartoffeln, verbrannten Toasts und Chips herausgegeben, die krebsverursachende Chemikalien wie Acrylamide enthalten können, die sie für eine ernste Gesundheitsdrohung für Milliarden von Verbrauchern halten. Mehr

Alemania: Kartoffeln, Weitere Fruchtfolge ist gefragt

Der Anbau von Kartoffeln wird eine immer größere Herausforderung – nicht nur wegen zunehmender Resistenzen, sondern auch aufgrund fehlender neuer Wirkstoffe. Beim Kartoffel-Symposium, das kürzlich in Bremen stattfand, informierte Syngenta. Der Rückblick auf die Krautfäule-Saison 2016 zeigte, dass die Bedingungen optimal für Infektionen waren. Der Boden sei nie richtig abgetrocknet, so Dr. Harry Jansing, Fachberater bei Syngenta. Daher sei der Krautfäuledruck von Mitte Mai bis Ende August durchgehend sehr hoch gewesen. Durch den fehlenden Frost seien die Infektionen bereits sehr früh erfolgt. Besonders wichtig sei es bei der Krautfäule, die Primärinfektion sofort zu erfassen. Dass sich Kartoffelanbauer von zu engen Fruchtfolgen verabschieden sollten, dafür plädierte Berater Martin Kanders von der LWK Nordrhein-Westfalen. Eine weite Fruchtfolge mit Vorfrucht Winterweizen und Ölrettich sei am besten, so Kanders.  Continue reading

Kartoffeln mögen stabilisierten N-Dünger

Image result for kartoffelsortenStabilisierter Stickstoffdünger kann im Kartoffelbau seine Stärken ausspielen, das zeigen mehrjährige Exaktversuche der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn. Viel hilft nicht immer viel – dieser Leitsatz aus der Medizin gilt auch für die Düngung im Kartoffelanbau. Eine Versuchsserie der LFS Hollabrunn hat gezeigt, dass die höchste ausgebrachte N-Menge nicht immer auch den höchsten Ertrag bringt. Für die Bemessung der Düngergaben im Kartoffelbau sind folgende Faktoren maßgebend:
• Standort,
• Sorte bzw. Verwertungsrichtung,
• Ertragsniveau und Qualitätsziel.
Neben der Nährstoffmenge gilt es zudem auch, die zeitliche Bereitstellung an den Bedarf der Kartoffelpflanze anzupassen. Der Stickstoffbedarf ist zu Beginn der Pflanzenentwicklung zunächst gering – in den ersten sechs Wochen werden nur 30 kg N/ha eingelagert. Mehr